Vermietete Eigentumswohnung als Kapitalanlage
Wer nur auf die Rendite von heute schaut, kann die Kosten von morgen übersehen
Eine vermietete Eigentumswohnung kann eine solide Kapitalanlage sein. Ob sie ihren Wert langfristig erhält, entscheidet sich jedoch nicht allein an der aktuellen Nettokaltmiete oder an einer rechnerisch attraktiven Rendite.
Am Anfang steht die Lage. Sie beeinflusst die Nachfrage nach Wohnraum und damit die langfristige Vermietbarkeit. Ebenso wichtig ist der Kaufpreis: Zu welchem Faktor der Jahresnettokaltmiete wird die Wohnung angeboten? Erst im Zusammenspiel entsteht daraus ein realistisches Bild der Kapitalanlage.
Dann schauen wir auf die Wohnung selbst. Ihr Zustand hat unmittelbaren Einfluss auf die erzielbare Miete. Auch das bestehende Mietverhältnis gehört zur Betrachtung: Wie hoch ist die aktuelle Miete, wie lange besteht das Mietverhältnis und wie stabil ist es voraussichtlich?
Mindestens genauso wichtig ist der Blick über die eigene Wohnungstür hinaus. Wie ist der Zustand des Gemeinschaftseigentums? Welche größeren Investitionen wurden beschlossen, bereits ausgeführt oder sind in den nächsten Jahren zu erwarten?
Auch das monatliche Hausgeld sollte genau betrachtet werden. Welcher Anteil kann auf den Mieter umgelegt werden und welche Kosten trägt der Eigentümer selbst? Wie hoch ist die laufende Zuführung zur Erhaltungsrücklage – und verfügt die Gemeinschaft über ausreichende Rücklagen für kommende Maßnahmen?
Unsere Erfahrung bei Hausmann Makler zeigt: Eine gute Kapitalanlage besteht aus mehr als einer interessanten Rendite auf dem Papier. Entscheidend ist, ob Wohnung, Mietverhältnis und Eigentümergemeinschaft auch für die kommenden Jahre wirtschaftlich zusammenpassen.